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Far Cry 5 Review

Far Cry 5

Jetzt ist die Far Cry Reihe mittlerweile bei dem fünften Teil angekommen und spendiert uns ein neues Setting im Herzen Amerikas. Nach dem nüchternen fierten Ableger möchte Ubisoft wieder zu alter Stärke zurückkehren. Schon alleine die Verkaufszahlen der ersten Wochen versprechen viel. Ich war erst skeptisch dem Spiel gegenüber, da mir die Ubisoft Formel immer nach demselben Einheitsbrei schmeckt. Der dritte Teil zählt für mich zu den Besten der Reihe und blieb mir noch lange in Erinnerung. Ein guter inzidierter psychopathischer Boss mit einer lebendigen offenen Welt. Danach immer dieselbe Formel, Türme erklimmen und Karte aufdecken, Gegnerbasen einnehmen, bis der Weg zu Endboss frei war. Nur Gegend änderte sich und ich hatte immer das Gefühl alles und jenes schon hundert Mal gemacht zu haben. Wie schlägt sich der neue Teil also? Ich möchte Euch hier mit einem Überblick über meine Erfahrung zu dem Spiel geben.

Story

Die Einleitung beginnt vielversprechend. Wir haben zu Beginn die Auswahl uns einen männlichen oder weiblichen Charakter zu erstellen. Außer dem Aussehen nimmt aber keinen Einfluss auf die Story. Wir landen mit dem Cherif und dem Marshall als kleines Team vor einer Kirche um den Priester Joseph Seed zu verhaften. Dieser hat ganz Hope Country unter seine Religiose Kontrolle gebracht, in dem Glauben die Welt stehe am Abgrund und er seihe vom Gott auserwählt.

Ja, ich war in diesem Moment gefesselt. Die ganze Atmosphäre wirkte stimmig und beklemmend. Die Anhänger mit den Waffen im Anschlag ließen und mit Joseph passieren und in den Hubschrauber steigen. Da dies aber nicht das Ende war, war uns von Anfang an klar. Kaum war der Hubschrauber in der Luft wurde dieser abgeschossen. Nach einer actionreichen Flucht durch die Nacht und dem Wald, gefolgt von Scheinwerfern, landeten ich in einem Bunker eines Widerstandskämpfers. Nach dessen Einführung wurden wir in die offene Welt entlassen.

Um uns Joseph zu stellen müssen wir von fort an Widerstandpunkte sammeln. Diese erhalten wir in Form von Einnahmen von Basen, Nebenmissionen und kleinen Events. Zum Beispiel das Befreien von Einheimischen oder Zerstören von Lastern. Haben wir genug Punkte gesammelt geht es erst in der Story weiter. Denn bevor es zu Joseph Seed geht, gilt es seine Geschwister zu erledigen. Welche sich Hope Country in drei Teile eingeteilt haben. Haben wir uns also in einem Gebiet die Aufmerksamkeit eines Geschwisterpaares zu Teil kommen lassen, werden wir mehr und mehr Bekanntschaft mit diesen machen.

Spielwelt

Die offene Spielwelt und die bombastische Grafik lädt wieder zum Staunen und erkunden ein. Die ländliche Landschaft Amerikas ist wundervoll eingefangen. Von den Bauernhöfen bis hin zu den Bergen. Ich bekam ein Gefühl Teil dieser amerikanischen Umgebung zu sein. Doch leider wurde diese Stimmung immer wieder unterbrochen. Durch Spielmechaniken die am Ende ganz Hope Country wie eine Irrenanstalt wirken ließ. Einige Beispiele gefällig?

Beispiel 1:

An jeder Ecke und Straße knallt, schießt und explodiert es. Die Straßen sind so mit Gegnern zugepflastert, dass ein ruhiges Erkunden der Landschaft kaum zu einem Zeitpunkt möglich war. Kaum hatte ich das Spiel angefangen, mir ein Auto geschnappt und die Straße betreten, wurde ich von Autos oder Flugzeugen verfolgt und von Straßenrand beschossen. Mein eigentliches Zeil erreichte ich erst nach einigen Respawns später. So wurde ich regelrecht genötigt die Gegnerbase einzunehmen und den Boss des Teilgebietes zu erledigen. Somit hatte ich ein einem Teilgebiet der Karte etwas Ruhe

Auch mitten von Gesprächen kam es häufig vor, dass sich ein Gegner oder Flugzeug in zweihundert Metern Reichweite war und mein Dialogpartner panisch das Weite suchte und ich diesem hinterhereilen musste. Dialoge führte ich immer in der Panik, dass das Gespräch in jeder Sekunde wieder unterbrochen werden könnten.

Beispiel 2:

Die treuen strundsdoofen Begleiter. In Far Cry 5 besteht die Möglichkeit sich zwei NPC Begleiter an die Seite zu stellen. Dabei haben wir die Auswahl unter acht NPCs. Jeder bringt seine eigenen Fertigkeiten mit. Der Hund Boomer kann Gegner aufklären, wären Nick Rye der Pilot, welcher die Gegner mit seinem Flugzeug von oben unter Beschuss nimmt. Bei mir kam es des Öfteren vor, dass die Begleiter ständig durch ein Feuer rannten und anschließen am Boden um Hilfe schrien.  Um den Weg nicht jedes Mal aufs Neue zurück zu laufen, ließ ich die NPC’s irgendwann einfach liegen.

Beispiel 3:

Seltsame Bugs. Ich stehe in einer Stadt vor einer Bar. Anscheinend war ein Gegner in der Nähe als plötzlich ein NPC des Widerstandes mit seiner Waffe aufgeregt die Straßen rauf und runter rannte. Nach ungefähr einer Minute hatte diese sich wieder beruhigt und verschwand in der Bar. Am besten seht selber:


 

Fazit:

Far Cry 5 kann an dem fulminanten Beginn leider nicht anknüpfen. Nachdem ich in die Freiheit entlassen wurde, herrschte viel Chaos auf den Straßen. Ich hätte mir gewünscht, wenn die Story ernster dargestellt wäre. Denn diese hat richtig Potential. Die Seed Familie wurde richtig gut in Szene gesetzt. Immer wieder möchte das Spiel einen glaubhaft machen, dass Josephs Handeln der richtige Weg ist und den Spieler zum Zweifeln bringen. Dennoch wollte ich zu jedem Zeitpunkt Joseph ein Ende bereiten, denn sein um sein Gerede um den Glauben konnte ich auf Dauer nicht mehr ertragen. Desto enttäuschender ist dann auch das Ende ohne viel vorweg zu nehmen. Auch der eigene Charakter bleibt blass. Es werden keine richtigen Beziehungen zu anderen Charakteren aufgebaut. Alles wirkt sehr oberflächlich. Wir helfen einer Familie und dessen Baby, ist uns der Charakter nach einigen Spielminuten wieder egal.

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