Call of Duty – Advanced Warefare Review

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Vorwort

Seit dem Erfolg von Call of Duty Modern Warfare mit dem szeneastischen Kinofeeling 20o7, erscheint jedes Jahr ein neuer Call of Duty Ableger. Mal von einem anderen Entwickler Studio, mal eine komplett andere Geschichtslinie, welche in angehängten Titelbezeichnung angehangen wird. Wer sich vorher nicht informiert, schaut gar nicht mehr durch. Mittlerweile werden alte Teile in HD nochmal komplett Überarbeitet und den Kunden in die Regale gestellt.

Die Spielfraktion der Call of Duty Spieler spalten sich in mehrere Lager. Da gibt es zu einem die Leute die das Spiel wegen des Soloabenteuers spielen und mit dem Multiplayer nicht anfangen können. Diese werden nach und nach mürrischer, weil die Story innerhalb von 5-6 Stunden durchgespielt ist und sich der Explosionsradius der Granaten von Teil zu Teil nur vergrößert. Der Mehrwert des Spieles und der Preis ergeben sich zusätzlich durch den Mehrspieler Modus. Aber warum 60 Euro für ein Spiel ausgeben, wenn ich davon nur 50% nutze?

Dann gibt es die kleinste Fraktion, welche ich angehöre, die das Soloabenteuer und zwischendurch aus Laune den Multiplayer Modus spielen, welcher den Spaß wird durch die dritte Fraktion zunichte gemacht,

Diese Gruppe besteht aus Hardcore Call Of Duty Multiplayer (so nennen wir sie mal) besteht. Dort wird Stundenlang jede karte und jede Waffe ausführlich analysiert. Die Waffe rausgesucht, mit der der Spieler mit wenig Aufwand die meisten Abschüsse erzielt. In den ersten Teilen war es der Granatwerfer, heute ist es das Scharfschützengewehr, mit der auf Nahkampf gegangen wirf.

Hier einmal kurz der Ablauf:

  • Sicht des Spielers: Gegner erscheint ca. 2 Meter urplötzlich von der Ecke aus auf, Nahvisier an, Schuss, Gegner tot.
  • Sicht des Gegners: Mit dem Sturmgewehr vorsichtig oder flink um die Ecke, Gegner taucht auf, nahvisier an, maximal 1 Schuss (mindestens 5 erfordert es den Gegner zu töten wenn der Kopf nicht direkt getroffen wird) abgegeben, tot

 

Handlung, Atmosphäre, Spielspaß

Nachdem ich nun Call of Duty: Modern Warfware 1-3 durch hatte, mit der Black Ops Serie nie warm wurde und für die nächsten Jahre erst einmal bedient war, griff ich mutig zu einem Teil welcher da hieß: Call of Duty –  Advanced Warefare. Und ja, klingt wieder alles identisch.

Meine letzte festsitzende Erinnerung war Call of Duty MW 1. Teil 2 und 3 sind so schnell aus meinem Gedächtnis verschwunden, wie ein schlechte Uwe Boll Film. Eines vorweg, ich hatte Spaß mit diesen Spielen. Sie hatten mich sehr gut unterhalten. Nur halte ich den Vollwertpreis von 60 Euro für nicht gerechtfertigt. Die Publisher oder die Filmindustrie wissen wie sich ein Blockbuster verkauft und dass die Leute trotz hohen Preises zugreifen.

Nun zum Spiel Advanced Warefare selbst. Die Geschichte und die Missionen sind wieder gestrickt wie in einem Actionkino. Als Spieler kam ich kaum zur Ruhe, um mir die Umgebung genauer zu betrachten. Ständig wurde ich angebrüllt oder war unter Beschuss. Michell mach die Tür auf, Michell schieß die Drohnen ab. Ich wurde wie ein Baby in die Hand genommen. Jedes kleinste Detail wurde einem zugebrüllt. Gegner auf 12 Uhr, Achtung Granate, Michell da Bombe platzieren.

Lustig war die Szene, als einer meiner KI-Begleiter einen Gegner umrannte und beide gleichzitig brüllten: Gegner auf 6 Uhr.

Und dennoch habe ich stellenweise den Überblick, verloren was ich als nächsten tun soll. Nicht, weil mir das nicht gesagt wurde, sondern aus der Hektik des Geschehens heraus. So verlor ich mich in den Gegnerreihen ohne zu begreifen, die Geschütztürme oben auf dem Dach ins Korn zu nehmen.

Die Atmosphäre stimmte. Die Grafik sieht sehr gut aus. Die Bewegungen, Animationen und Dialoge der Hauptakteure haben mir sehr gut gefallen. Nicht zuletzt durch die Implementierung des Hollywoodschauspielers Kevin Spacey.

 

 

Die Neuerungen durch die Gadgets, haben durchaus überzeugt. Wobei ich selten auf diese wirklich zugegriffen habe, außer es war von der Umgebung vorgegeben.

So schlich ich mich zum Beispiel durch eine feindliche Basis. Mit dem Greifhacken zog ich Gegner in meine Deckung oder hangelte mich über die Dächer entlang. Der Weg war mir selbst überlassen. Ich wünsche mir mehr von diesen Gebieten. Denn zu 90 Prozent geht es immer nur stur geradeaus. Auch Gegner erschienen in den Schlauchgebieten immer wieder erneut. Erst als ich meine Position nach vorne verlagerte, änderte sich dies.

 

Mein Multiplayererlebnis

Nachdem ich nun die Geschichte durch gespielt hatte, wagte ich mich in den Multiplayer Modus.

Mein letzter Versuch lag schon eine Weile her und als Steuerung diente mir die Maus und Tastatur. Hier lag mir nur das Gamepad vor. Vor kurz Beginn die Einstellungen durch gegangen. Hier konnte ich mich wieder ordentlich austoben. Waffen Freischaltungen, Gadgets anpassen, Aussehen ändern. Bei der Auswahl der Modifikationen war ich eingeschränkt. Es gibt ein Punktelimit. Jede Waffe, jedes Zubehörteil verbraucht gewisse Anzahl von diesen Punkten. Ist die Leiste voll, konnte ich z.B. keine zusätzliche Waffe mitnehmen. Es sei denn ich hätte auf einem anderen Zusatzteil verzichtet.

Ohne große Anpassungen warf ich mich in den Modus Team Death Match. Dort waren sie wieder, die dritte Gruppe von Hardcorespielern (Bei jeder Ecke wurde ich heiß erwartet), aber weniger als erwartet. Vielleicht lag es auch an der Uhrzeit. Die Steuerung lief sauber und nach und nach bekam ich meine ersten Erfolgserlebnisse. Die Karte wurde mir bewusster. Ich begann meine Modifikationen und Waffen anzupassen. Sie halfen mir in gewissen Stellen, waren aber nicht so, als wäre ich Haushoch überlegen. Ich kam wurde sehr schnell mit dem Prinzip der Anpassungsmöglichkeiten vertraut. Ja ich hatte meinen Spaß und so wünschte ich mir immer im Mehrspielmodus unterwegs zu sein. Aber leider werden diese Erfolgserlebnisse vergessen sein, indem ich nach einer Party mit einer Abschussrate von 1:16 heulend im Kissen versinke.

 

Fazit:

Als abschließend Fazit kann ich sagen, für 20 oder 30€ macht Ihr bei dem Spiel nichts falsch. Ich habe es nicht bereut. Die Handlung war zwar vorhersehbar, hat dennoch gut unterhalten.

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